JA, ABER

Nachhaltig leben im Alltag — ein immer häufiger aufkommendes und polarisierendes Thema. Natürlich weiß man eigentlich was zu tun ist, um den eigenen ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten. Manchmal ist es aber nicht ganz so einfach. Die kleinsten Entscheidungen können nicht nur das Klima beeinflussen, sondern auch den Alltag. Nachhaltig handeln und auf Luxus verzichten, oder das tun, worauf man Bock hat, ohne Rücksicht zu nehmen? Oft siegt am Ende doch der innere Schweinehund, weil wir die Bequemlichkeit lieben. Wenn das passiert wird man vom schlechten Gewissen geplagt. Wenn man aber doch das Richtige tut, fühlt es sich oft eher an wie eine Bestrafung – das frustriert.


JA, ABER ist meine Abschlussarbeit an der Münster School of Design. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit meiner Kommilitonin Emma Meerjanssen erarbeitet und wurde von Prof. Henning Tietz und Prof. Dr. Lars Grabbe sowohl betreut, als auch geprüft.


Das Projekt wurde nominiert für die beste Bachelorarbeit.

Wir wollten unsere Hochschule mit einem außergewöhnlichen und nie dagewesenen Projekt verlassen und haben für unsere Abschlussarbeit einen interaktiven Film produziert. Der Film thematisiert "nachhaltige Alltagsentscheidungen" und legt das Hauptaugenmerk auf deren Konsequenzen, sowohl gut, als auch schlechte. Gemeinsam haben wir die Idee entwickelt, ein Konzept erstellt, produziert und nachbearbeitet. 


Im Film begleitet der Zuschauer den Protagonisten durch dessen Alltag. Der Protagonist und die allgemeine Szenerie ist neutral und unaufgeregt gehalten, damit sich möglichst viele Zuschauer damit identifizieren können. Da der Betrachter durch eine technische Spielerei in den Handlungsverlauf des Filmes eingreifen kann, sollte der Film auch dessen Alltag widerspiegeln. Der Zuschauer soll damit zum Nachdenken angeregt werden und sein eigenes Handeln reflektieren. 

Dadurch dass überspitzte und absurde Konsequenzen auf die Entscheidungen folgen, bekommt der ganze Film eine humoristische Note. Das Thema der Nachhaltigkeit soll damit zugänglicher werden und eine leichtere Diskussionsgrundlage geschaffen werden. Der Film soll nicht belehrend sein und nicht dazu dienen sich gegenseitig die Schuld zuzuweisen, sondern viel mehr Verständnis dafür zeigen, dass die richtigen Entscheidungen nicht immer einfach sind.

 
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Ausstellung

Traditionsgemäß wurde unsere Bachelorarbeit am Ende des Semester bei der Absolventenausstellung "parcours" der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ausstellung wurde zahlreich besucht und bot unserem Projekt ein breitgefächertes Publikum, das Teil des Films werden konnte. Neben der eigentlichen Abschlussarbeit wurde für die Ausstellung auch ein Stand geplant, das die Besucher dazu einlud sich mit unserer Arbeit zu befassen. Dazu gehörten auch Printprodukte, wie Visitenkarten, Filmplakate, Postkarten und die schriftliche Dokumentation unseres Arbeitsprozesses.

Da JA, ABER als Kampagne geplant war, wurde der Film in vier verschiedenen Versionen auf vier verschiedenen Endgeräten präsentiert. Es gab eine lange Version, die für das lineare Fernsehen gedacht war, wo der interaktive Film in Werbeblöcken ausgestrahlt werden könnte. Die lange Version beinhaltet alle Entscheidungsszenarien des Tages vom Protagonisten. In den drei anderen Versionen wurden die Entscheidungen aufgeteilt, wodurch die Filme auch kürzer wurden. Diese waren für mobile Endgeräte, wie Smartphone, Tablet und Laptop gedacht. Durch ihre Kürze könnten diese Filme als Videobumper oder als Werbepost auf sozialen Medien verwendet werden.

 
 

Interview

Wer mehr zu den Hintergründen und dem Prozess der Arbeit wissen möchte, erfährt dies im Interview, das von Parcours-Team 19/20 geführt wurde.

 

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