Der Mann
der sich verlor

Im Rahmen des Kurses "Genrefilm" betreut durch Prof. Henning Tietz entstand der Kurzfilm Der Mann der sich verlor. Inhalt des Kurses war es ein selbstgewähltes Genre zu analysieren und auf die wichtigsten und prägnantesten Genrekonventionen herunterzubrechen. Das Ziel war es ein ganzes Genre mit all seinen Klischees in einem einminütigen Kurzfilm festzuhalten.

Das gewählte Genre war der Film Noir. 

Dieses Genre umfasst grob die Kriminalfilme der 40er und 50er Jahre. Der Look des Genres ist sehr düster. Es ist klassischerweise in Schwarzweiß und arbeitet viel mit extremen Licht- und Schatteninszenierungen. Es werden oft extreme Auf- und Untersichten eingesetzt. Selten geschehen Handlungen bei Tageslicht und meistens regnet es. Die Handlung wird meist von einem Voice-Over des Protagonisten begleitet, der die ohnehin schon verstrickte Erzählung noch weniger durchschaubar macht. Es kommen oft Plottwists vor, welche durch den irreleitenden Erzähler noch unerwarteter kommen. Üblicherweise handelt es sich um einen männlichen Protagonisten, der kein klassischer Held ist. Durch seine moralisch verwerflichen Entscheidungen und Lebensweise vertritt er eher die Rolle des Antihelden. Sein Gegenpart ist die Femme Fatale. Der Protagonist wird von ihr verführt, woraufhin sie ihn in den Ruin treibt. Meist treibt sie ihn bis in den Tod.

Das Projekt entstand in Teamarbeit mit Benjamin Ohl und Mirko Bertermann. Wir haben den Kurzfilm von Anfang bis Ende konzipiert, gedreht und fertiggestellt. Unser Film zeigt einen Mann, der offensichtlich am Ende angekommen ist. Es beginnt mit ihm in einer düsteren tristen Gasse. Er sitzt auf dem nassen Boden und ist typisch für die 40er und 50er Jahre gekleidet. In einem Voice-Over erzählt er, wie er dahin gekommen ist. Er erzählt von ihr, wie er sie kennenlernte, sie ihn verführte und letztlich in den Abgrund trieb. Am Ende kommt eine Wendung in der Geschichte. Es stellt sich heraus, dass "sie" eine Droge ist und er sich nur einredet, sie wäre seine Femme Fatale. So oder so findet der Mann am Ende den Tod.

 

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