station ID

Der Kurs "Station ID", geleitet von Prof. Henning Tietz, beinhaltete die Entwicklung mehrer kurzer Clips. Idents werden von Radio- und Fernsehsendern zur Identifikation genutzt, um während der Sendezeit den Zuschauer daran zu erinnern, auf welchem Sender er gerade ist. Dabei wird das Logo oder der Name eingeblendet, oder akustisch wiedergegeben. Station Identification ist eine Art des Brandings und wird in Werbeblöcken oder zwischen den Programmen geschaltet.

Mein Team, bestehend aus Henning Oskamp und Emma Meerjanssen, sollte also viele kurze Idents erstellen, die kurz und knackig sind. Wir hatten uns auf den ehemaligen Sender "ZDF.kultur" geeinigt, der ein kulturelles Programm bot, das nicht nur klassische, sondern auch moderne Inhalte zeigte.

Die Idee war es nach dem "Fish out of Tank"-Prinzip klassische barocke Musiker durch ein modernes Stadtbild spazieren zu lassen. Das sollte den bunten Mix aus modernem und klassischen Programm des Senders darstellen. Durch das, für die Zeit, unpassende Auftreten der Musiker entsteht eine Absurdität und soll so im Kopf des Zuschauers bleiben. 

Leider konnte dieses erste Konzept nicht realisiert werden, da uns die Schauspieler eine Woche vor dem Dreh abgesprungen sind. 


Es musste ein alternativer Plan her. Es waren nur noch eineinhalb Monate bis zur Deadline. Da war es nicht sehr hilfreich, dass wir in dieser kurzen Zeit noch vor hatten auf zwei Festivals zu gehen, wodurch uns sehr viel Zeit verloren gegangen und uns keine Zeit mehr zum Arbeiten geblieben wäre. Nach ein paar Brainstormrunden kamen wir auf die Idee unser Problem zur Lösung zu machen. Da ZDF.kultur auch Konzerte von Festivals übertrug, beschlossen wir Idents zum Thema "Festivalsommer" zu erstellen. 

Da die Festivals leider kein professionelles Film- und Tonequipment auf den Geländen erlaubten, haben wir alle Idents mit einem iPod gedreht.

Bevor wir uns aufgeteilt hatten, um aufs Hurricane und Fusion zu gehen, haben wir uns einen groben Plan gemacht. Wir wollten mit offenen Augen die Festivals besuchen, immer bereit die Kamera zu starten. Unser Ziel war es möglichst viele unangenehme Dinge, die das Festival mit sich bringt, einzufangen.

Als wir von unseren kurzen Wochenendtrips wieder gekehrt sind, ging es ans Texten. Die Texte sollten einen Widerspruch zum Bild aufzeigen. Dadurch wollten wir wieder die Absurdität und den Witz in die Idents bringen, um dem Zuschauer besser im Kopf zu bleiben.

Die Kernaussage der Idents war, dass der ZDF.kultur-Zuschauer zu Hause beim Sender das Festival viel besser und bequemer erleben kann, ohne all die Unannehmlichkeiten die ein Festival mit sich bringt. 


Durch den unerhofften zeitlichen Stress den wir hatten, waren wir umso mehr gezwungen eine schnelle kreative Lösung zu finden.